





Der BQ-10 von Behringer ist ein Clone des Korg SQ-10, einem Analog Sequenzer für die damaligen MS-Synthesizer aus dem Jahr 1978. Das Original befand sich in einem deutlich größeren Gehäuse und bot nicht nur den größeren Bedienelementen mehr Raum, in erster Linie verfügten die drei CV-Reihen jeweils über 12 Schritte anstelle nun 8 Schritte. Dafür ist nun das sehr nützliche Zusatzgerät MS-02 CV/Trigger Interface integriert. Durch die Veränderung des Formfaktors war es Behringer möglich, den BQ-10 im bewährten Desktop-Gehäuse unterzubringen, wodurch es mit optional erhältlichen Rackohren in ein 19" Rack montiert werden kann und sogar als 80TE Modul im Eurorack Modularsystem einbaubar ist. Der BQ-10 knüpft da an, wo die meisten Sequenzer aufgrund der neuen Digitaltechnik in den frühen 80er Jahren aufhörten; es ist ein Bollwerk sich endlos wiederholender, hypnotischer Sequenzen von 8 oder 16 Schritten Länge mit ebenso endlosem Spaßfaktor und einem hohen kreativen Ansatz.
Der BQ-10 verfügt über drei identische Regler-Reihen (Spuren) mit jeweils 8 Schritten und der Möglichkeit, den Spannungsbereich zwischen 1V, 2V, 5V (Oct/V) oder 8V (Hz/V) umzuschalten. Letzteres ist vor allem dann nützlich, wenn man einen originalen Korg MS-20 oder Behringer K-2 Mk1 besitzt. Die 8 Buchsen unterhalb der Sequenzerschritte geben einen Trigger aus sobald der Step gespielt wird.
Der Schalter Sequence Mode bringt die nötige Abwechslung und kombiniert in sieben Varianten inkl. Zufall die Kanäle A und B auf insgesamt 16 Schritte. Der Kanal C läuft in allen Modi autark und synchron mit. Im Three Channel-Mode läuft jeder Kanal für sich und hat eine Länge von 8 Schritten. Das historische Vorbild des BQ-10 stammt aus einer Zeit, in der Pausen und verschiedene Notenlängen innerhalb einer Sequenz keine Selbstverständlichkeit waren, daher erzeugt dieser Sequenzer auf JEDEM Schritt ein Gate; lediglich die die allgemeine Gate-Länge ist mit DUTY einstellbar.
Die vielen analogen Spannungsein- und ausgänge laden dazu ein, den BQ-10 in einem analogen Setup zu betreiben. Ob Eurorack-Modularsystem, insbesondere dem K-2 MkII Synthesizer oder einem Analog Synth aus den letzten 40 Jahren; hier ist Techno, Acid und Electronic auf Knopfdruck garantiert. Über MIDI gibt der BQ-10 die Reihen A und B je nach gewähltem Sequence Mode auf dem gleichen oder auf zwei aufeinanderfolgenden MIDI-Kanälen aus.
Die rechte Seite der Frontplatte enthält das MS-02 CV/Trigger Interface, hier Trigger Processor genannt. Mit diesem damalig separat erhältlichen Zusatzgerät war es möglich, Steuerspannungen und Trigger so umzuformen, das andere Analog bzw. Modular-Synthesizer mit dem SQ-10 und den Korg Synthesizern MS-10, MS-20 und MS-50 kompatibel waren. Folgende vier Funktionen beherrscht der Trigger Processor: