








Mit dem FOURM präsentiert Sequential einen polyphonen Analog Synthesizer mit SCI Prophet-5 und Pro-One DNA und einem aktuellen Klangcharakter. Der FOURM hat nicht nur Äußerlich viel Ähnlichkeit mit dem Sequential Klassiker Prophet-5: der typische Signalweg bestehend aus zwei Oszillatoren mit gleichzeitig aktivierbaren Wellenformen, Mixer, Lowpass Filter, VCA und Hüllkurven wurde beibehalten und in stimmigen Details wie z.B. der Feedback-Schaltung an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Die Modulationsmöglichkeiten gehen ebenfalls über die des „P5" hinaus, da hier der generalüberholte Modulationsbus aus dem SCI Pro-One sein Werk verrichtet. Die 37 Tasten Slimkey-Klaviatur ist mit polyphonem Aftertouch ausgestattet wodurch expressives Spielen zum Genuss wird. Dank der verkürzten Tastatur fällt der FOURM ausgesprochen kompakt aus und bringt gerade mal rund 4 Kilo auf die Waage. Der Synthesizer ist vierstimmig polyphon spielbar, alternativ hierzu gibt es einen fetten Unisono Mode und die Option monophon zu spielen. Als klassische Spielhilfe darf der editierbare Arpeggiator natürlich nicht fehlen und ein polyphoner Step-Sequencer ist ebenfalls mit an Bord. Der FOURM lebt von seinem tollen Grundsound allein, hierzu trägt letztendlich die Summe aller Komponenten bei, vor allem aber der Modulationsbus mit AT-Zuweisung, durch den Klänge entstehen welche die historische Vorlage von 1978 nicht beherrscht.
Zunächst fällt die optische Nähe zum Prophet-5 ins Auge. Die beiden durchsetzungsfähigen Oszillatoren verfügen jeweils über Sägezahn und Rechteck-Wellenformen inkl. einstellbarer Pulsbreite. Oszillator A ist zu Oszillator B synchronisierbar, der zweite Tongenerator ist zusätzlich mit der Dreieck-Wellenform ausgestattet und bietet zwei Low-Modes. Auch beim FOURM sind alle Oszillator-Wellenformen gleichzeitig aktivierbar, was das Obertonspektrum deutlich erweitert. Erfreulicherweise sind beide Tongeneratoren mit Oktavschaltern und einem Frequenzregler mit gerastertem Nullpunkt ausgestattet, was das Spielen der korrekten Tonlage merklich erleichtert.
Beide VCOs werden im Mixer zusammengeführt, hier findet sich auch der Rauschgenerator. Bearbeitet wird der schöne Grundklang mit einem charaktervollen 24dB Lowpass Filter im Stil der klassischen Prophet Synthesizer. Bereichert wird der Signalweg durch die Feedback-Schaltung, die den Ausgang des Filters in den Mixer zurückführt und zwischen leichter Verzerrung und kontrollierbarem Chaos einstellbar ist. Den Abschluss im Signalweg macht der ebenfalls analoge VCA, der mit einer eigenen ADSR Hüllkurve moduliert wird.
Der FOURM verfügt über vier primäre Modulationsquellen. Die beiden knackigen ADSR Hüllkurven sind Filter und VCA fest zugewiesen. Der synchronisierbare LFO mit vier gleichzeitig aktivierbaren Wellenformen wird im Modulationsbus zugewiesen. Die (polyphone) Aftertouch-Sektion kann bis zu drei Ziele zugleich modulieren, welche sich auf die Gruppen Frequenz OSC A/B, Cutoff/Amp, LFO Frequenz/Amount aufteilen.
Links auf dem Bedienfeld werden die Modulationen zugewiesen. Hier handelt es sich um die modernisierte Form des Modulationsbus aus dem SCI Pro-One von 1981. Als Quellen stehen parallel die Filter-Hüllkurve, Oszillator B und der LFO mit jeweils eigenem Abschwächer zur Verfügung. Per Taster werden diese den Zielen Frequenz Oszillator A+B, Pulsweite Oszillator A+B, Cutoff, Amp, LFO Frequenz und LFO Amount zugewiesen. Die Farbkodierung gibt dabei Aufschluss über die Modulationsverknüpfungen. Rot oder Blau bedeutet, von einer Quelle zu einem oder mehreren Zielen; Lila hat 2-3 Modulationsquellen.
Mit Bedacht eingesetzt sind wilde Oszillator-Drifts, Sync-Sounds, Sirenen, FM für Filter und/oder Oszillator A sowie Pulsweitenmodulation möglich. Dreht man alles auf einmal auf wird es richtig wild!
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