




Der grafische Standalone-Editor wurde für Soundenthusiasten entwickelt, die ihre Klänge bis ins kleinste Detail ausarbeiten möchten. Die Software läuft auf macOS und Windows Plattformen und ist kostenlos über die Roland Cloud erhältlich. Endlich kann man mit einer übersichtlichen Oberfläche sämtliche Klänge verwalten, mit dem Scene-Builder komplexe Layer und Performance-Setups erstellen, Parts im Detail bearbeiten und letztendlich das Potenzial des Jupiter-X / Xm viel besser ausschöpfen.
Der Jupiter-X von Roland ist ein topmoderner Keyboard-Synthesizer im authentischen Jupiter-8 Look, der mehr als eine Neuauflage des berühmten Jupiter-8 sein will. Mit neuester Zen-Core Klangerzeugung stehen Sounds zahlreicher Klassiker wie Jupiter-8, Juno-106, JX-8P, SH-101, XV-5080, RD-Piano, TR-808, TR-909 und CR-78 zur Verfügung. Die Zen-Core Technologie ist in der Lage, Eigenschaften von Original-Instrumenten präzise nachzubilden und diese mit anderen zu kombinieren. Das Instrument ist bis zu 256 stimmig spielbar. Ist beispielsweise das Jupiter-8 Modell jedem der vier Synth-Parts zugewiesen, beträgt die Polyphonie je Part bis zu 32 Stimmen. Bei monophon gespielten PCM-Samples ist die volle Polyphonie erreichbar.
Rein optisch hat Roland sich mit dem Roland Jupiter-X dem Original aus den frühen 80ern verblüffend angenähert. Das imposante, rein digitale Instrument verfügt über eine leicht gewichtete Klaviatur mit 61 anschlagdynamischen Tasten und Aftertouch. Die großen Bedienelemente und das klare Layout laden direkt zum Sound „basteln" ein. Interne Stereo-Lautsprecher mit zweimal vier Watt, Ausgänge für Kopfhörer, XLR und Klinke sowie eine umfassende Rechneranbindung via USB einschließlich Audioübertragung lassen keine Wünsche bzgl. Konnektivität offen.
Um den erstellten Klängen den letzten Schliff zu geben, hat Roland einige leistungsfähige Effekte eingebaut. Verschiedene Verzerrer, Reverb, Delay und Modulationseffekt-Typen sind detailliert an den eigenen Geschmack anpassbar. Spätestens hier offenbart sich auch das Vorhandensein des Mikrofon-Eingangs: Der Jupiter-X enthält einen richtigen Vocoder; Kraftwerk lässt grüßen!
Die übersichtlich gestaltete Oberfläche gewährt mit den vielen Schiebe- und Drehreglern unmittelbaren Zugriff auf alle klangrelevanten Parameter. Mit nur wenig Handgriffen erarbeitet man sich in den Funktionsgruppen Oszillator, Filter, LFO, Hüllkurve und Effekte seinen Wunschsound. Je nach ausgewähltem Synthesizer-Modell stehen zwei LFO und drei Hüllkurven zur Verfügung, die auf die Ziele Pitch, Filter & Amp vorverdrahtet sind. Die vier Oszillatoren sind sehr vielseitig kombinierbar: Schwebt einem die Kombination von Juno-60 Sägezahn, Jupiter-8 Rechteck, rosa Rauschen und RD-2000 Piano vor, konfiguriert man den Sound direkt am Gerät, speichern und spielen. Hier merkt man deutlich, dass Roland eine hohe Polyphonie implementiert hat. Im Speicher finden sich über 4000 Sounds und über 90 Drum Kits. Sollte der Bedarf nach mehr Sounds noch nicht gedeckt sein, ist der Klangvorrat über die stetig wachsende Online Plattform noch lange zeit erweiterbar.
Roland Jupiter-X verfügt über einen Sequenzer mit fünf Spuren (1 Rhythm, 4 Synth), in dem Zugleich die Sounds verwaltet werden. Als wahrer Kreativitäts-Booster entpuppt sich der i-Arpeggio (Intelligenter Arpeggiator!), welcher sich am Spiel, sowie Phrasen und Beats orientiert. Damit gelingen stets passende Melodien, Begleitmuster und Rhythmen wie von Geisterhand. Natürlich sind diese Phrasen anpass- und veränderbar. Ebenso Bestandteil der Zen-Core Technologie sind die Scenen, welche 256 „Gesamtzustände" beinhalten. Zugewiesene Sounds, Effekteinstellungen, Pattern, i-Arpeggio-Muster, Programmierung der Slider; all das beinhaltet eine Szene.
Mit dem neuen OS 1.20 verbessert Roland seinen ZenCore-Synthesizer Jupiter-X um weitere Funktionen, Optimierungen und Bugfixes. NEU ist, dass sich nun mehrere Parts zugleich bearbeiten lassen, die Parts 1 und 2 automatisch im Panorama verteilt werden können und der i-Arpeggio um den KeyShift Step Mode erweitert wurde. Ebenso geht nun auch gezieltes Kopieren von Bestandteilen eines Parts, Start-Szene nach Belieben zuweisbar. MIDI-Kanäle je Part individuell zuweisbar und vieles mehr.
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