

Mit dem SYNTH präsentiert Polyend seinen ersten eigenständigen Synthesizer, der mit einigen Besonderheiten auf sich aufmerksam macht. Die rein digitale Klangerzeugung umfasst acht weitreichend einstellbare Synth-Engines, die musikalisch sehr vielseitig einsetzbar und zugleich einfach zu bedienen sind. Diese Engines lassen sich auf den drei Parts des SYNTH nutzen und teilen sich dabei die achtstimmige Polyphonie. Wie viele Stimmen ein Sound, also ein Part haben darf, legt man individuell fest. Braucht man für das nächste Pattern einen Flächensound mit zwei Oszillatoren ist das genauso leicht wie das Haupt-Pattern mit einem vierstimmigen Chord, einer monophonen Bassline und einem perkussiven Physical Modelling Sound einzurichten. Der Clou dabei ist, dass die Parts musikalisch zusammenarbeiten können! Spielt man einen Leadsound auf der ersten Spur ist die zweite Spur in der Lage, die passende Akkord-Begleitung zu erzeugen. Gleiches gilt auch für den gleichzeitigen Einsatz von drei Arpeggiatoren; sofern man möchte erzeugt der SYNTH spurübergreifend ineinandergreifende, musikalische Strukturen. Gespielt und programmiert werden die drei Parts mit den 60 anschlagsdynamischen RGB-Pads, welche zusätzlichen polyphonen Aftertouch erzeugen. Verschiedene Einstellungen verändern den Zugriff auf die direkt spielbaren Noten und welche Pads den Parts konkret zugewiesen sind. Primär unterschieden sich diese Einstellungen durch ihr farbliches Layout und die Position der zugewiesenen Primärnote.
Der Synth punktet vor allem mit seiner vielseitigen, digitalen Klangerzeugung, die etliche elektronischen Genres abdeckt. EDM, Ambient, Trance und grundsätzlich alles wo Chords und spannende Arpeggios jenseits der ausgetretenen Pfade benötigt werden, sind sein Metier. Die acht Synthesizer-Modelle kommen mit einer überschaubaren Anzahl von Parametern aus und bringen den klanglichen Fokus auf den Punkt:
Fast alle Engines sind mit einem gut klingenden Multimode-Filter ausgestattet, das die Charakteristiken Lowpass, Bandpass, Highpass und Notch mit Varianten in den Geschmacksrichtungen 12 dB und 24 dB beherrscht. Zur Modulation stehen drei ADSR Hüllkurven für Filter, Lautstärke und Aux zur Verfügung. Zudem gibt es zwei LFOs, die bei Bedarf taktsynchron mitschwingen können sowie eine übersichtliche Modulationsmatrix mit sechs Einträgen. Unabhängig davon ob man mit monophonen oder polyphonen Klängen arbeitet ergibt sich aus den vorhandenen Möglichkeiten bereits eine Fülle an Klängen die sich vor allem leicht und schnell einstellen lassen.
Das beliebte Salz in der Suppe wenn es um das Aufpeppen von Sounds geht. Gleich drei Effektblöcke sind parallel nutzbar: Delay punktet mit zwei Delay Lines und gleich fünf Algorithmen. Damit gelingen auch polyrhythmische Verzögerungseffekte. Reverb bietet drei Modi und reicht vom gekachelten Badezimmer bis zum Grand Canyon. Der dritte Effektblock hat sich den Modulationseffekten verschrieben und beherrscht Chorus, Flanging und ein paar wilde Sachen jenseits dieser bewährten Standards.
Jeder der drei Parts lässt sich wahlweise mit einem Arpeggiator oder Sequenzer zum Leben erwecken. Vor allem der Arpeggiator glänzt mit 14 Typen, Swing, Groove und weitem Oktavbereich, wodurch er sich deutlich vom gängigen Standard abhebt. Im Sequenzer-Mode geht es klassisch mit der Grid-Programmierung ans Werk. Pattern können bis zu 64 Schritte lang sein und lassen sich zusätzlich u.a. mit Shuffle versehen. Die RGB-Pads sind in beiden Modi die zentrale Eingabefunktion. Zusätzliche Kontrolle bieten die drei Combo-Regler, mit denen sich Parameter aller Parts zugleich oder auch beispielsweise sekundär erreichbare Parameter steuern lassen. Mit dem SYNTH lässt sich nach einer kurzen Lernkurve schnell und intuitiv Musik machen. Bald schon merkt man, das es von der Idee bis zur Umsetzung oft nur Momente sind.
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