


Sonicware präsentiert mit dem LIVEN 8bit warps einen digitalen Synthesizer mit Sequenzer, der seine digitale Herkunft nicht verschleiern will. Klanglich bewegt sich das Instrument zwischen moderner Ambience, bitreduzierten Röchel-Sounds, urdigitale 80er (Casio lässt grüßen) und überhaupt so manches was Techno und ja, sogar Rave ausmacht.
Zur Wahl stehen die vier Synthese-Modelle Warp, Attack, Morph und FM. Drei davon bedienen sich aus einem Fundus von 128 Wellenformen bzw. Varianten, die im jeweiligen Synthese-Modell anders verarbeitet werden. Kompliziert? Nein, jedes Modell kommt mit drei Parametern aus, schneller kann man kaum zum gewünschten Sound gelangen.
Der Beiname 8-Bit ist bei diesem Klangerzeuger Programm, denn kristallklar und HiFi möchte man nicht sein. Der eingestellte Sound mündet in ein resonantes, digitales Multimodefilter, das Lowpass, Bandpass und Highpass bietet. Leben wird mittels LFO und einer ADSR Hüllkurve eingehaucht, zudem kann man im Sequenzer Parameterlocks aufnehmen. Vollendet wird der Signalweg mit den umschaltbaren Effekten Chorus, Flanger, Delay, Hall und Plate.
Der Sequenzer ist live oder schrittweise programmierbar und hat eine Speicherkapazität von 128 Pattern, die jeweils bis zu 64 Schritte lang sein können. In Echtzeit zu Transponieren ist ebenso möglich wie das setzen von Slide befehlen und anderen Gate-Längen. Mit dem Shuffle (Swing)-Parameter kommt mehr Groove in die Melodien und Basslines. Als zusätzliche Spielhilfe und Ideengeber fungiert der zuschaltbare Arpeggiator. Dank verschiedener Voice-Modes kann der Sonicware LIVEN 8bit warps monophon, legato oder unisono gespielt werden; für letzteren gibt es sogar eine Detune-Funktion, was sehr fette Sounds erzeugt.
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