




Das LIVEN Texture Lab von Sonicware ist ein Granular Prozessor mit Synthesizer- und Effekt-Mode. Die granulare Klangerzeugung bedient sich primär gängigen Sample-Techniken, ist aber in der Lage das aufgezeichnete Audiomaterial in kleinste Audiopartikel zu zersetzen, resynthetisieren und neu zu transformieren. Im Synthesizer Mode hat man Zugriff auf eines von 32 Samples, die jeweils bis zu 6 Sekunden lang sein können bei einer Samplerate von 16 Bit / 32 kHz in mono. Dank der internen Resampling-Funktion kann man neue Samples abspeichern die sich aus der Veränderung der Synth-Parameter ergeben. Zudem ist der Synthesizer Mode wahlweise vier Stimmen polyphon, Mono oder Legato spielbar; die Anzahl der manipulierbaren Grains ist abhängig vom Voice Mode. Im Effekt Mode wird aus dem Texture Lab ein ungewöhnliches Tool zur Klangbearbeitung, das in Echtzeit das Stereosignal vom Audiogang mit den Möglichkeiten der Granularen Synthese bearbeitet. Unabhängig vom gewählten Mode gibt es eine Attack/Release Hüllkurve zur Modulation der Lautstärke und ein digitales Multimode Filter mit Lowpass, Bandpass und Highpass Modi. Am Ende des Signalwegs steht der überraschend gut klingende Reverb Effekt mit sechs Reverb Varianten einschließlich Shimmer Reverb. Spätestens hier empfiehlt sich das LIVEN Texture Lab als Kreativtool für experimentelle Klangcollagen mit einem ambientalen Charakter. Der eingebaute Lautsprecher nebst alternativem Batteriebetrieb (6x AA Batterien) bietet sich für alle an, die ortsungebunden Musik machen möchten. Zur Verbindung mit anderem Equipment gibt es MIDI Ein- und Ausgänge sowie Analog Sync In & Out, um das LIVEN Texture Lab mit Korg Volca oder Teenage Pocket Operators zu synchronisieren.
Der einspurige Sequenzer ist live oder schrittweise im TR-Raster programmierbar und hat eine Speicherkapazität von 128 Pattern, die jeweils bis zu 128 Schritte lang sein können. Das Aufnehmen von Parameterlocks bringt Leben und Abwechslung in die Pattern. Die synthetisierten Klänge sind über die 27 Minitasten chromatisch spielbar, was musikalisch ein großer Zugewinn ist. Mit dem Shuffle (Swing)-Parameter kommt mehr Groove und Funkyness in die Sequenzen. Verschiedene Live-Effekte im Sequenzer bringen per Tastendruck Variationen des aktuellen Pattern ohne dafür etwas neu programmieren zu müssen. Wahlweise zum Sequenzer kann jederzeit ein Arpeggiator mit verschiedenen Abspielmustern in das Livespiel mit einbezogen werden.
Einen ausführlichen Testbericht zum Artikel in deutscher Sprache erhalten Sie HIER. Der Testbericht wurde uns mit freundlicher Unterstützung vom SYNTHESIZER MAGAZIN zur Verfügung gestellt. Weitere spannende Testberichte und komplette Ausgaben als ePaper finden Sie HIER.
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