



Der Elektron Tonverk ist eine vielseitige Kreativzentrale für Studio und Bühne: ein polyphoner Sampler, eine flexible FX-Schaltstelle und ein radikales Routing-Labor in einem Gerät. Acht Stereo-Audiotracks bilden zusammen mit vier Bus-Tracks, drei Send-Effekten und einem Mix-Track die Grundlage für komplexe Signalwege - intern wie extern. Pro Audiotrack wählen Sie zwischen vier „Machines": Der Single Player spielt WAV-Samples in Mono oder Stereo polyphon ab, erlaubt Loop-Punkte und Crossfades für nahtlose Loops. Der Multi Player lädt multisample-basierte Instrumente aus der umfangreichen Library - oder aus eigenen Aufnahmen, die Sie mit dem Auto Sampler per MIDI automatisiert erstellen. Mit Subtracks verwandeln Sie einen Track in acht monophone, multitimbrale Unterspuren, jede mit eigenem Sequencer und individuellen Parametern. Alternativ schalten Sie eine Spur auf MIDI um; diese Option steht auch auf den Bus-Tracks zur Verfügung. Für die Aufnahme stehen zwei Wege bereit: der Recorder für direkte interne oder externe Audioaufnahmen sowie der bereits erwähnte Auto Sampler für komfortables Multisampling Ihrer Lieblingsklangerzeuger.
Das Modulationssystem ist tief und zugleich zielgerichtet: Pro Audiotrack stehen zwei frei zuweisbare LFOs, zwei FX-LFOs und eine Modulationshüllkurve bereit; auf Bus-, Send- und Mix-Ebene gibt es jeweils zwei weitere LFOs. Pitchbend, Mod-Wheel, Breath-Control und Aftertouch lassen sich pro Track gezielt zuweisen. Der Sequencer bietet bis zu 256 Steps pro Pattern und Track, arbeitet polyphon und unterstützt Parameter-Locks, Microtiming, Retrigs sowie Trig-Conditions inklusive Wahrscheinlichkeiten. Unterschiedliche Patternlängen und Time-Scale-Multiplikatoren pro Spur, separate Sequencer-Lanes und ein Arpeggiator für Audio- wie MIDI-Tracks öffnen zusätzliche Gestaltungsspielräume. Für die Performance stehen zwei Trig-Modi (Tracks und Velocity), ein Keyboard-Modus mit 36 Skalen, ein Akkord-Modus sowie ein Song-Modus zur Verfügung.
Klanggestaltung übernimmt eine breit gefächerte Effektpalette (trackabhängig), darunter Comb±- und Filterbank-Processing, Low- und Multimode-Filter, Infinite Flanger, Panoramic Chorus, Phase 98, Warble, Chrono Pitch, Frequency Warper, Compressor, Degrader, Dirtshaper, Daisy Delay, Saturator Delay sowie die Reverbs Rumsklang und Supervoid. Ein externer Input-Mixer mit frei routbaren Ausgängen integriert externe Signale nahtlos in Ihr Setup.
Anschlussseitig ist der Tonverk bestens gerüstet: Vier ¼″ impedanz-balancierte Ausgänge, zwei ¼″ balancierte Eingänge und ein ¼″-Kopfhörerausgang treffen auf 48-kHz/24-Bit-AD/DA-Wandlung. Zwei USB-C-Ports ermöglichen Class-Compliant USB-Audio, dazu kommen MIDI In/Out/Thru mit DIN-Sync-Out sowie ein SD-Kartenslot. Die Hardware steckt in einem robusten Stahlgehäuse mit 128×64-Pixel-OLED. Trotz der Ausstattung bleibt das Gerät kompakt (286 × 176 × 63 mm) und transportfreundlich (ca. 1,85 kg) und kann dank 100×100-mm-VESA-Bohrungen (M4, ≤ 7 mm) flexibel montiert werden.
Zum Lieferumfang gehören eine 64-GB-SD-Karte, das Netzteil PSU-5, ein Elektron-USB-C-Kabel sowie exklusive Artwork. Abgerundet wird das Paket durch 3 Jahre Elektron-Garantie. Der Tonverk ist damit die All-in-One-Lösung für alle, die Sampling, Effekte, Sequencing und komplexes Routing ohne Kompromisse vereinen möchten.
Mit den beiden OS Upgrades 1.1.0 und 1.2.1 hat Elektron gut nachgelegt und TONVERK auf den Stand gebracht, den sich viele zum Produktlaunch gewünscht hätten. Zahlreiche Bugs wurden ausgebessert, das MIDI-Timing ist endlich stabil und die Bedienung wirkt nun wie aus einem Guss; so wie man es von Elektron gewohnt ist. Darüber hinaus wurden viele Funktionen wie z.B. Undo/Redo und Pattern Mute nachgereicht, die für diese Geräteklasse einfach unerlässlich sind. Mit Grainer Machine, Steel Box Reverb FX Machine und Filter Folder FX Machine wurden einige Featurs implementiert, mit denen man noch tiefer in die Klangschöpung eintauchen kann.
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