





Der CPM DF-8 von Stylophone ist ein zweifaches, analoges Multimode-Filter, das Stereo oder Dual-Mono verwendbar ist. Die Filterbox ist ein geniales Tool zum Bearbeiten von Drumcomputern, kann „fertigen" Synth Sounds und statischen Samples einen neuen, dynamischen Charakter aufprägen, bearbeitet Stereosignale und ist als Backend für den CPM DS-2 nutzbar um aus beiden Geräten einen kompletten Synthesizer zu gewinnen.
Im Grunde besteht das kompakte Desktop-Gerät aus vier Bereichen, die sich aus Envelopes, Filter 1 und 2 und Main zusammensetzen. Die beiden Filter sind identisch aufgebaut. Mit Filter Type wählt man aus acht verschiedenen Filtercharakteristiken. Die GEN R-8 Typen stammen aus dem hauseigenen Synthesizer GEN R-8, haben jeweils eine Flankensteilheit von 12dB und decken die Charakteristiken Lowpass, Bandpass, Highpass und Notch ab. Unter 2045 findet sich ein 24db Lowpass, der klanglich in Richtung Emulator II (E-Mu, 1984) geht sowie drei Mixturen bestehend aus 12/24dB Bandpass+, Notch+ und Bandstop+. Anstelle bzw. additiv zum Eingangssignal lässt sich ein Rauschgenerator einblenden. Zusammen mit einem Lowpass Filter lassen sich damit 70er Jahre Wind- und Weltraum Sounds erzeugen. Neben den gängigen Reglern für Cutoff, Resonanz und Modulationstiefe gibt es Threshold um das Triggerverhalten für die Hüllkurve einzustellen und Schalter für Filter Bypass, VCA on/off, Hüllkurveninvertierung und Modulationsquelle.
Der Bereich links gehört allein den beiden Hüllkurven. Per Schalter legt man für jede Hüllkurve fest, ob diese als klassische ADSR- oder als geloopte AR-Hüllkurve arbeiten soll. Zudem lässt sich die Kurvencharakteristik zwischen linear und exponentiell umschalten. Ausgelöst werden die Hüllkurven über die einstellbare Triggerschwelle (Threshold) oder den Gate-Eingang. Die Spannungen der Hüllkurven sind intern auf die Filter normalisiert und werden zusätzlich als Steuerspannung ausgegeben.
Im Bereich rechts stellt man ein, mit welchem Pegel und ob Mono oder Stereo die Filter am Main Out ausgegeben werden. Auf dem Main Out befindet sich der Delay Effekt. Hierbei handelt es sich um ein eher crunchy klingendes LoFi Delay mit PT2399 Chip. S&H alias Sample & Hold ist die dritte Modulationsquelle des CPM DF-8; diese Funktion erzeugt zufällige, gestufte Steuerspannungen. Sehr praktisch ist die Sync In-Buchse, damit kann man die S&H mit Keyboard-Gate oder einer externen Clock synchronisieren. Die vielen Patchbuchsen laden dazu ein, den CPM DF-8 zusammen mit einem halbmodularen Synthesizer, einem Analog Sequenzer oder einem Eurorack Modularsystem zu verwenden. Die Filterbox kann seinem Gehäuse entnommen und in ein Eurorack-Gehäuse eingebaut werden, wo sie 42 Teileinheiten beansprucht und über den Systembus mit Strom versorgt wird. Die Signalausgabe erfolgt via Kopfhörer, Line-Ausgang oder dem internen Lautsprecher.
Fazit: Für rund 258 Euro bietet der Stylophone CPM-DF-8 ein ernstzunehmendes, duales Analogfilter mit modularem Anspruch. Klanglich überzeugt er durch Charakter, Dynamik und musikalische Resonanz. (den kompletten Testbericht bei keyboards.de lesen)